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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 388,00 € |
390,10 € |
-2,10 € |
-0,54 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0008404005 |
840400 |
- € |
- € |
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Allianz kaufen 08.12.2008
Hauck & Aufhäuser
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Analystin von Hauck & Aufhäuser, Stefanie Richartz, rät weiterhin zum Kauf der Allianz-Aktie (ISIN DE0008404005 / WKN 840400).
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe der Allianz-Konzern ein operatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 6,5 Mrd. Euro (-16%) erwirtschaftet. Davon seien 4,4 Mrd. Euro (-5%) auf die Schaden/Unfall-Versicherung entfallen: Sie habe höhere Schadenleistungen in der Kredit- und in der US-Agrarversicherung zu verbuchen (Kreditversicherung: Zahlungsverzögerungen wegen Liquiditätsengpässen bei Lieferanten / US-Agrarversicherung: Verluste wegen des Preisverfalls bei Rohstoffen) gehabt.
Die Schaden-Kosten-Quote habe sich trotzdem auf gute 94,9% (Vorjahr: 94,6%) belaufen. Die Lebensversicherung habe ein operatives Ergebnis in Höhe von 1,5 Mrd. Euro (-37% wegen Kapitalanlagenentwicklung: höhere Abschreibungen, weniger realisierte Gewinne) erwirtschaftet. Auch das operative Ergebnis der Vermögensverwaltung (-27% auf 708 Mio. Euro) sei stark von Kapitalmarkteffekten belastet worden.
Das Bank-Segment umfasse seit dem 3. Quartal 2008 nur noch die Oldenburgische Landesbank und eine Million von Allianz Agenturen betreute Bankkunden in Deutschland sowie das Allianz Bankgeschäft in Italien, Frankreich und Osteuropa. Mit einem operativen Ergebnisbeitrag in Höhe von -6 Mio. Euro im Betrachtungszeitraum sei es ab sofort zu vernachlässigen. Auf die Holding seien -125 Mio. Euro (Vorjahr: -266 Mio. Euro; Rest: Konsolidierung) entfallen. Das nicht-operative Ergebnis habe sich auf -817 Mio. Euro (Vorjahr: +1,0 Mrd. Euro) belaufen. Hier hätten im Wesentlichen die nicht-operativen Abschreibungen auf Kapitalanlagen belastet.
Für das Gesamtjahr 2008 würden die Analysten ein Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter in Höhe von -371 Mio. Euro bzw. bereinigt um die Dresdner Bank ein Ergebnis in Höhe von 4,1 Mrd. Euro erwarten. Hier habe man im Prinzip die Ergebnisbelastungsfaktoren des 3. Quartals 2008 für das 4. Quartal fortgeschrieben. Diese Prognose entspreche einem erwarteten bereinigten Gewinn je Aktie in Höhe von 9,02 Euro (-48% ggü. Vorjahr).
Für 2009 würden die Analysten bei konservativen Annahmen (Wegfall von 50% der Verluste aus Kapitalanlagen aus 2008; geringere Rückstellungsauflösung im Schaden/Unfall-Segment; operativer Ergebnisrückgang in der Lebensversicherung und in der Vermögensverwaltung um 10%) ein Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter in Höhe von 4,2 Mrd. Euro (+3%) erwarten. Diese Schätzung entspreche einem erwarteten Gewinn je Aktie in Höhe von 9,32 Euro. Nach Abschluss des Komplettverkaufs der Dresdner Bank im Januar 2009 werde die Allianz eine Beteiligung von 18,4% an der Dresdner Bank halten und diese "at-equity", das heiße mit dem anteiligen Eigenkapital, bilanzieren.
Auf Basis ihrer Gewinnschätzungen und der Kurse vom 05.12.2008 belaufe sich das KGV der Allianz-Aktie momentan auf rund 7 (2009e). Dies liege deutlich unter dem historischen Durchschnitts-KGV für die Jahre 2004 bis 2007 von 9,2. Nachdem sich die Risiken für das Unternehmen und die Aktie mit dem Komplettverkauf der Dresdner Bank nun erheblich reduziert hätten, sollte sich dieser Bewertungsabschlag nun auflösen. Unter Zugrundelegung des historischen KGV und ihrer Gewinnschätzung für 2009 ergebe sich ein "fairer" Wert von 85 Euro. Dies sei auch das Kursziel der Analysten.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser bestätigen die Allianz-Aktie auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 85,00 Euro (unverändert) und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 08.12.2008) (08.12.2008/ac/a/d)
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